| Int. Nummer | B 0166.1 |
| Name | Nieuwe Sluis |
| Funktion | Leit- und Quermarkenfeuer |
| Position | 51° 24.5'N 003° 31.4' E |
| Ort | Am Nieuwesluisweg, 3 km westlich von Breskens |
| Baujahr | 1866-1867 |
| in Betrieb seit | 19.01.1868 |
| Kennung | Oc WRG 10s |
| Lichtstärke | weiß 11.000 cd, rot 2.750 cd, grün 1.600 cd |
| Optik |
Gürtelleuchte |
| Nenntragweite |
weiß 14 sm - rot 11 sm - grün 10 sm |
| Feuerhöhe | 28,4 m |
| Bauwerkhöhe | 22,4 m |
| Durchmesser | 5,00 m- 2,30 m |
| Material | Gußeisen |
| Entwurf | Quirinus Harder |
| gebaut durch | L.I. Enthoven & Co, Den Haag |
| automatisiert |

Der Turm bei Breskens, seit 1982 ein "Rijksmonument", ist einer von mehreren Leuchttürmen, die das Mündungsgebiet der Schelde kennzeichnen.
Er ist der älteste noch bestehende Turm aus vorgefertigten Gußeisenplatten in den Niederlanden. Nur die Leuchttürme von Renesse (1856) und Ouddorp (1862) wurden früher errichtet, sind aber bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder abgerissen worden. Die Idee des gußeisernen Leuchtturms hat ihren Ursprung in Großbritannien, wo sie der niederländische Leuchtturmbauer Quirinus Harder auf Studienreisen kennenlernte und auch in seinem Land durchsetzte. Die achteckige Grundform des Turms von Nieuwe Sluis ist den englischen Vorbildern entlehnt.
Der Leuchtturm war ursprünglich gelb, es folgte später ein rot-weiß-gestreifter Anstrich. Im II. Weltkrieg trug der Turm gelb-grüne Tarnfarben. Nach dem Krieg war er zunächst wieder rot-weiß gestreift und erhielt 1960 seinen heutigen Anstrich: 3 schwarze und 2 weiße Streifen.

93 Stufen führen über 5 Etagen zu der Optik, die (wie auch die des Leuchtturms von Schiermonnikoog) durch die französische Firma Barbier, Bénard & Turenne gefertigt wurde. Früher war das Licht des Turms ein Festfeuer.
Seit seiner Wiederinbetriebnahme nach dem Krieg 1951 ist es ein unterbrochenes Feuer: 7 Sekunden Licht wecheslen sich mit 3 Sekunden Dunkelheit ab. Außerdem ist es seither ein Sektorenfeuer, das je nach Standpunkt rot, grün oder weiß leuchtet.
Der Leuchtturm wurde ursprünglich auf der höchsten Stelle des Deiches gebaut. Dieser ist jedoch vor einigen Jahren deutlich erhöht und stärker befestigt worden. So steht der Turm inzwischen eher am Fuße des Deiches, die Leuchtturmwärterhäuschen des inzwischen unbemannten Turmes sind dem Deichbau zum Opfer gefallen. Eine Informationstafel am Fuße des Turms informiert über die Deicherhöhung. Eine Besteigung des Turms ist nicht möglich.









